Die Bürgerstiftung fördert Barrierefreiheit und Inklusion auf dem Allgäus Finest-Festival

Die Bürgerstiftung Wangen im Allgäu unterstützt die tatkräftigen Bemühungen von Allgäus Finest, ihr Musik- und Kulturfestival in Karsee für alle Menschen erreichbar und zu einem schönen Erlebnis zu machen. 5000 Euro hat sie für das Projekt der Barrierefreiheit auf dem Festivalgelände zur Verfügung gestellt.

Zwei Männer und zwei Frauen stehen vor einem klienen Zirkuszelt. Es hat blau-gelbe Planen. Die Männer haben einen großen Flyer in der Hand.e

Allgäus Finest-Sprecher Jakob Vochezer erläutert dem Bürgerstiftungsvorstand Franz Zwisler sowie den weiteren Vorstandmitgliedern Ulle Buhmann-Frank (links) und Thaddiana Stübing (rechts) das Inklusionskonzept des Festivals. Foto: Stadt Wangen / sum

Die Vorbereitungen für das Großereignis laufen gerade an, als der Vorsitzende der Bürgerstiftung, Franz Zwisler, und die beiden weiteren Vorstandsmitglieder, Thaddiana Stübing und Ulle Buhmann-Frank, vorbeischauen. Erste Zelte stehen, Lieferungen kommen an – vom Sprudel bis zum Toilettenwagen. Am Wochenende wird es hier richtig brummen, wenn 60 bis 80 Helferinnen und Helfer dabei sind, das Festgelände zu errichten, wie Allgäus Finest-Sprecher, Jakob Vochezer, erzählt. Dann werden hier Bühnen aufgebaut, weitere Zelte für unterschiedliche Zwecke festgezurrt und nicht zuletzt Wege gelegt. 
Jakob Vochezer erläutert den Vorstandmitgliedern vor Ort, was notwendig ist, um es auch Menschen mit Behinderung zu ermöglichen, an dem Festival teilzuhaben. Deshalb werden barrierearme Wege mit Überfahrplatten hergestellt, barrierefreie Sanitärlösungen sowie ein Ruhe- und Awarenesszelt aufgestellt. Dort wird in den drei Festivaltagen ein professionelles Awareness- und Inklusionsteam zur Verfügung stehen. Bei Awarenees geht es unter anderem darum, Menschen, die von sexistischen oder rassistischen Attacken betroffen sind oder wegen ihrer Behinderung diskriminiert werden, einen Schutzraum und Betreuung anzubieten. Auch die Kommunikation soll in leichter Sprache möglich und damit für alle verständlich sein. Eingebunden in diese Konzeption ist GemeinsamWangenInklusiv (GeWIn).
Diese Vorbereitungen kosten Geld. „Die Bürgerstiftung findet es richtig und wichtig, dass sich auf dem Festival Menschen mit und ohne Behinderung begegnen können und dass es ein Fest für alle sein kann. Deshalb stellen wir dafür gerne in diesem Jahr 5000 Euro zur Verfügung“, sagt der Vorsitzende der Bürgerstiftung Wangen im Allgäu, Franz Zwisler. „Für das Allgäus Finest-Festival ist das eine tolle Unterstützung“, sagt Jakob Vochezer und bedankt sich im Namen des gesamten Vereins. Er sieht in der Förderung von Inklusion und gesellschaftlicher Teilhabe auch einen ganz konkreten Nutzen für die Region Wangen und das Allgäu. „Ich bin sicher, wir stärken damit auch das soziale Miteinander und sensibilisieren für Barrierefreiheit bei Großveranstaltungen. Es wäre natürlich schön, wenn wir möglichst viele Nachahmer finden würden.“

Rund 10 000 Menschen besuchen jedes Jahr das dreitägige Musik- und Kulturfestival, das der Verein ehrenamtlich in Kohlhaus bei Karsee auf die Beine stellt. Inzwischen kommen nicht mehr nur Jugendliche und junge Erwachsene auf die Wiese mit schönem Bergblick bei klarer Wetterlage, sondern immer mehr junge Familien. Dabei wird mit vielerlei Mitteln versucht, die Umwelt möglichst wenig zu belasten. Inzwischen gehört es zum guten Ton, auch überregionale Künstlerinnen und Künstler im Line-up, also im Programm zu haben - ebenfalls ein wichtiger Faktor in der Erfolgsgeschichte des Vereins und des Festivals.